Wude

Die Kampfkunsttugenden des Bodhidharma

Um die wahre Natur der Künste in der Shaolin Lehre zu erkennen, gilt es die Regeln des Wude (Wu = Krieg, Kampf und De = Tugend, natürliches Verhalten im richtigen Moment), die vermutlich schon von Bodhidharma im Shaolin Tempel eingeführt wurden, zu befolgen.



Dieses Regelwerk, welches aus zwei Hauptgruppen besteht, erwartende und erlernende Tugenden, ist ein moralisches Gerüst für alle Shaolin Schüler die die Lehre der Shaolin, vor allem der Kampfkünste, praktizieren.
Ein interessierter Schüler muss darin zwar nicht besonders gut sein, denn er kann sich ja entwickeln, ein Mindestmass an Etikette sollte aber schon vorhanden sein.

Die zu erwartenden Tugenden:

  • Achtung vor dem Leben
  • Disziplin
  • Selbstbeherrschung
  • Bescheidenheit
Die zu erlernenden Tugenden der Handlung:

  • Vertrauen
  • Loyalität
  • Demut
  • Achtung
  • Rechtschaffenheit
Die zu erlernenden Tugenden des Geistes:

  • Geduld
  • Ausdauer
  • Wille 
  • Mut
  • Beharrlichkeit
In der Praxis werden die Tugenden meist erst nach einiger Zeit erkannt.
Das Vorhandensein wird immer wieder von der Shaolin Gemeinschaft
geprüft und ist im Shaolin Zentrum z.B. bei Prüfungen nicht trennbar.