Shaolin in Deutschland
Aufklärungsarbeit
An dieser Stelle möchten wir ein
wenig Aufklärungsarbeit leisten und dem Suchenden, vor allem
Anfängern, eine Möglichkeit geben, sich besser im Bereich
-Shaolin- zu orientieren.Kung Fu oder Shaolin Si Quan Fa ?
In den 70ern, zu Zeiten berühmter China Eastern Filme, wurde Kung Fu in Deutschland erstmals richtig bekannt.
Es entstand ein richtiger -Kung Fu Boom-. In vielen Vereinen /Schulen fand man auf einmal zusätzlich "Shaolin Kung Fu" im Angebot.
Gleichzeitig entstanden damit, neben den bereits etablierten Stilen, viele Pseudo - Kung Fu Stile, die in irgendeiner Form, um auf sich aufmerksam zu machen, plötzlich den Namen "Shaolin" vor ihre Kampfsportarten stellten.
Mit dem Shaolin Tempel und dem trad. Kung Fu Stil "Shaolin Si Quan Fa" der Shaolin Mönche hatte das zu dem Zeitpunkt aber wenig zu tun.
Hier beginnen oft Diskussionen, die im Grunde genommen völlig überflüssig sind, da hier im Namen bereits zu erkennen ist, daß auf das "Shaolin Kloster" hingewiesen wird!
Shaolin Kung Fu Shows
Shaolin Kung Fu Shows, die heute mittlerweile zur Standard Vermarktung in Deutschland gehören, haben ebenfalls wenig mit traditionellen
-Shaolin Si Quan Fa- zu tun. Diese sind für Kampfkunstbegeisterte Shaolin Anhänger zwar spektakulär und schön anzusehen, doch hier bekommt man meist modernes Wushu (Akrobatik) vorgeführt, von in bunten Roben gesteckte, kahlgeschorenen chinesischen Leistungssportler.
Obwohl der Tempel selbst eigene Teams für Shows unterhält, um sich teils zu finanzieren, gibt es hier schon einen gravierenden Unterschied:
Diese Teams sind Mitglieder des Shaolin Tempels und ausgebildete
Kampf-Mönche (Wu Seng).
Shaolin Mönche und Meister
Weltweit waren Anfang der 90er Jahre die ersten Shaolin Shows nur mit hochrangigen Shaolin Kampf-Mönchen und Meistern des Tempels besetzt.
Dadurch änderte sich die Shaolin Situation in Deutschland sehr. China/Shaolin war plötzlich nicht mehr "so" weit weg und Kampfsportler wurden mit Übungen konfrontiert, die kaum bekannt waren.
In diesen Shows wurde teilweise noch das alte Shaolin Si Quan Fa gezeigt,
was manch einen zur Überlegung brachte, was er in seinem Verein wohl mache. Als Shaolin Kampf-Mönche aus den Shows heraus "abgeworben" wurden, sich in verschiedenen Ländern der Welt emigrierten und vermehrt Ausländer nach China/Shaolin kamen, begann der Stil seinen Einzug in die deutsche Kampfkunstszene.
Shaolin Großmeister
Shaolin Mönche, wie GM Shi De Cheng, die damals noch im Tempel lebten, nahmen durch die Teezeremonie erstmals ausländische Kung Fu Lehrer als Schüler an und man begann das traditionelle -Shaolin Si Quan Fa-,
wie dieser Stil richtig heißt, zu unterrichten.
Durch diese Lehrer-Schüler Beziehung kam fortan erstmals ein wichtiger Teil der Shaolin Lehre nach Deutschland/NRW Velbert.
Falsche Meister
Die Kehrseite der Medaille sah aber meist so aus, das Kampfsportler nach Shaolin flogen, sich dort eine kurze Zeit aufhielten und als große Meister in Deutschland wieder aus dem Flieger stiegen.
Jedoch nicht nur Kampfsportler und solche "Meister" entdeckten Shaolin für sich, sondern auch die Industrie, die Medien und viele andere Organisationen. Eine Vermarktungsmaschinerie setzte sich in Bewegung und von Shaolinbier bis hin zu Shaolinwurst oder Shaolinzigaretten gab es auf einmal alles was das Herz begehrt.
Shaolin Logo
Dies zum Missfallen der buddhistischen Tempelführung in China.
Diese reagierte und der Name "Shaolin" wurde mit einem Firmenlogo geschützt. Da der Name Shaolin heute immer noch viele Menschen in ihren Bann zieht, war das eine wichtige und richtige Entscheidung.
Dabei geht es der Tempelführung nicht unbedingt darum wer den Namen Shaolin benutzt, denn dies hat ja auch Vorteile für den Tempel selbst,
(z.B. Werbung) sondern in welcher Art hier teilweise vorgegangen wird.
Shaolin in Deutschland
Mit Gründung eines vom Muttertempel beauftragten, anerkannten Shaolin Tempel in Deutschland /Berlin 2001 änderte sich die Situation.
Das heutige Oberhaupt des Shaolin Tempel China, der ehrenwerte
Abt Shi Yong Xin, entschloss sich ein Projekt zu unterstützen,
das in 2006 fast gescheitert wäre.
Dem damaligen, eingesetzten und beauftragten Geschäftsführer glitt die Idee des Abtes aus der Hand und er hinterließ eine schwierige Situation.
Zu dieser Zeit kam die Mehrzahl der ersten Shaolin Mönche, die nach Berlin gesand wurden, mit ihrem Mönchsleben und den damit verbundenen Aufgaben nicht zurecht, und traten zurück ins weltliche Leben.
Die westliche Welt mit ihren materalistischen und anderen Werten hatte sie eingeholt und ohne Auftrag des Shaolin Tempel China verselbständigten sich die meisten derer im Bereich Shaolin Kung Fu.
Gleichzeitig versuchte eine gewisse Anzahl von Schulen eigene Rechte
im Bereich Shaolin für sich zu beanspruchen, welche natürlich seitens der Tempelführung in China ebenfalls keinen Auftrag hatten.
"Eine halbe Wahrheit ist immer noch eine ganze Lüge"
Manch einer meinte zu diesem Zeitpunkt sogar, weitere Tempel und Zentren gründen oder unterstützen zu müssen. Vom Internet bis hin zu den TV Medien oder der Presse reichen da Meldungen, die einfach nicht der Wahrheit entsprechen. Selbst Fernsehsender, denen es überwiegend um Einschaltquoten geht, sind im Zeitalter des World Wide Net anscheinend willentlich nicht in der Lage richtig zu recherchieren.
Mit diesen und anderen, teils unglaublichen Vorgehensweisen wird eine solche Augenwischerei betrieben, um sich in der Kampfkunstszene mit Halbwahrheiten zu profilieren. Für wahrlich Interessierte wirft dies natürlich einen dunklen Schatten auf die Shaolin Kultur in Deutschland, die Verwirrung ist groß und steht nicht im Einklang der shaolinischen Philosophien.
Um heraus zu finden wie die Situation in Deutschland wirklich von der Tempelführung in China gesehen wird, flogen im Februar 2008
Thomas Malz vom Shaolin Zentrum Velbert und Yan Hai Liu vom Shaolin Zentrum Bielefeld, nach China. Im Shaolin Kloster suchten sie das direkte Gespräch bei Shaolin Abt Shi Yong Xin, der unter anderem schriftlich mitteilte das es nur einen Shaolin Tempel in Deutschland mit Sitz in Berlin gibt.
Obwohl es mittlerweile wirklich gute Kung Fu Schulen in Deutschland gibt, scheinen andere, oft im Bereich Shaolin, völlig die Realität zu verlieren.
Sicherlich ist es für jede Kampfkunstschule, vor allem wenn sie privat eingerichtet ist, schwer einen Spagat zwischen Tradition und Kommerz zu machen, doch Lügen sollte man aussen vor lassen.
Thomas Malz, Yan Hai Liu und Abt Shi Yong Xin nach Gesprächen 2008
über die Shaolin Situation in Deutschland
Empfehlung für Shaolin Interessierte
Der Muttertempel selbst und die
Tempelführung in Berlin sind dabei bemüht, hier mit
Ansprechpartnern und Statements, Aufklärungsarbeit zu
leisten. Dazu gibt es von Abt Shi Yong Xin den offiziell, anerkannten
Shaolin Tempel Deutschland/ Berlin sowie ein anerkanntes Shaolin
Zentrum in Velbert - Langenberg. Jede dieser Institutionen kann
sich legitimieren und ist
über aktuelle Entwicklungen von Shaolin in Deutschland/Europa
informiert.
Hier kann man anfragen und erfährt Informationen aus erster Hand:
Velbert Tel.: 02052 80630 Berlin Tel. 030 23631389
Glaubensprinzip nach Tradition der Shaolin Mönche
Zur eigenen Wahrheitsfindung von Shaolin in Deutschland kann man folgende Grundsätze und Glaubensprinzipien der Shaolin Mönche benutzen:
- Man glaubt nicht unüberlegt dem Hörensagen
- Man glaubt nicht Überlieferungen und Vermutungen
- Man glaubt nicht eingewurzelten Anschauungen
- Man glaubt nicht den Worten eines verehrten Meisters
sondern nur
- was man selbst gründlich geprüft hat
- was man zum eigenen Wohl dienend erkannt hat
- was dem Wohl anderer dient.
"Ungeachtet jene, die List für Weisheit,
die Ungehorsam für Kühnheit und
Geschwätz für Wahrheit nehmen"
Konfuzius (551- 479 v. Chr.)
Velbert Tel.: 02052 80630 Berlin Tel. 030 23631389
Glaubensprinzip nach Tradition der Shaolin Mönche
Zur eigenen Wahrheitsfindung von Shaolin in Deutschland kann man folgende Grundsätze und Glaubensprinzipien der Shaolin Mönche benutzen:
- Man glaubt nicht unüberlegt dem Hörensagen
- Man glaubt nicht Überlieferungen und Vermutungen
- Man glaubt nicht eingewurzelten Anschauungen
- Man glaubt nicht den Worten eines verehrten Meisters
sondern nur
- was man selbst gründlich geprüft hat
- was man zum eigenen Wohl dienend erkannt hat
- was dem Wohl anderer dient.
"Ungeachtet jene, die List für Weisheit,
die Ungehorsam für Kühnheit und
Geschwätz für Wahrheit nehmen"
Konfuzius (551- 479 v. Chr.)